Roger Willemsen legt auf

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Roger Willemsen legt auf

Seit dem Jahr 2009 gestaltet Willemsen im Großen Sendesaal des NDR in Hamburg, dem Rolf-Liebermann-Saal, eine Reihe, die sich inzwischen zu einem Publikumsliebling entwickelt hat: Er vergleicht ganz einfach eine Komposition aus dem Bereich der Klassischen Musik mit einer aus der Welt des Jazz. Die Kriterien des Vergleichs variieren. Mal ist es eine programmatische Übereinstimmung, mal eine klangliche, mal geht es um verwandte Ausdrucksverhalten, mal um Korrespondenzen im Sound, in der technischen Behandlung des Instruments oder um die formale Anlage, mal um die Verarbeitung von Volksmusik, selbst Gassenhauern. Spricht Willemsen auch selbst immer wieder davon, es handele sich hier bloß um einen „akustischen Diavortrag“ so wissen die Zuhörerinnen und Zuhörer durchaus, was sie zu erwarten haben: Eine unaufdringliche, von zahlreichen Informationen gespickte, von Anekdoten und Analysen begleitete Hinführung zur Musik, die auch Menschen erreicht, die weder Klassik noch Jazz hauptsächlich hören.
Der Fundus, aus dem diese Veranstaltungsreihe schöpft, ist offenbar unerschöpflich. Jeder Abend folgt demselben Prinzip, und doch hat jeder ganz andere Farben und Stimmungen. Das Prinzip ist: Roger Willemsen stellt Bezüge zwischen Stücken her, die nie zusammen gespielt oder aufgeführt worden sind, und obwohl Roger Willemsen in seiner Reihe nun schon fast zweihundert Komponisten vorgestellt hat, kommen mit jeder Ausgabe immer noch neue Namen hinzu, und immer finden sie ihr Pendant. Die Reihe ist fester Bestandteil im Programm von NDR Kultur.

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